Presseinformation 23-9-2003
Keine Kostenbeteiligung der Eltern bei der Schülerbeförderung
Niedersachsen muss kinderfreundlich bleiben!
Der Landeselternrat Niedersachsen weist die vom Niedersächsischen Innenministerium geplante Beteiligung der Eltern an den Kosten der Schülerbeförderung entschieden zurück.
Die Bildungsfreundlichkeit eines Landes erweist sich nicht nur in den Schulen, sondern auch in der Art und Weise der Möglichkeit, wie diese Schulen zu erreichen sind. Eine Kostenbeteiligung der Eltern würde die soziale Selektion an unseren Schulen möglicherweise noch verstärken. Eine zwischen Elternhaus und nächstgelegener Schule der gewählten Schulform notwendig werdende Beförderung muss auch zukünftig für die Schülerinnen und Schüler kostenlos erfolgen; dies gilt gerade in einem Flächenland wie Niedersachsen im Sinne einer Chancengleichheit.
Die Träger der Schülerbeförderung (Kommunen) erhalten über den Kommunalen Finanzausgleich und über die Niedersächsische Nahverkehrsgesellschaft erhebliche Ausgleichsmittel für die Schülerbeförderung vom Land Niedersachsen aus Steuermitteln. Eine Beteiligung der Eltern würde einer doppelten Besteuerung gleichkommen.
Neben der kostenlosen Beförderung gehört auch die Sicherheit bei der Beförderung zur Bildungsfreundlichkeit. Der Landeselternrat fordert daher schon lange - wie auch der Verkehrsgerichtstag - die Anhebung der Sicherheitsstandards für Schulbusse, kürzere Wege- und Fahrtzeiten und Sitzplätze für alle Schülerinnen und Schüler.